Das Klimaschutzprojekt von Krombacher – Bedeutung der Communities

Im Letzten Blog ging es um die Planungsphase in den Doerfern, die Besprechungen mit den jeweiligen Communities. Man muss beachten dass es bei all diesen Aufgaben immer wichtig ist die Unterstuetzung der Bevoelkerung zu haben. In Indonesien ist besonderes Feingefuehl noetig da Konflikte hier nicht offen ausgetragen werden. Wer sich (aus welchen Gruenden auch immer) nicht richtig verhaelt, ist schnell raus. Dann gibt es keine echte Kooperation mehr, stattdessen laeuft alles nur noch zum Schein. Der eine ist sozusagen beleidigt und arbeitet deswegen nicht mehr wirklich mit. Allerdings ohne es dem anderen zu sagen. Und tut so als sei alles ok, waehrend innerlich schon ‚gekuendigt‘ wurde. Wenn jemandem deine Art und Weise nicht passt kann es gut sein, dass du das ewig nicht mitbekommst. Aufgrund dieser verdeckten „Kooperationsverweigerung“ ist es unheimlich wichtig immer darauf zu achtem keinem auf die Fuesse zu treten (echt anstrengend manchmal). Ich als Weisser hab zwar einen gewissen Sonderbonus und man nimmt es mir nicht so krumm wenn ich mal nicht die Regeln einhalte, aber unter den Indonesiern ist die Wahrung der Form dann doch sehr wichtig. Hinzu kommt, dass fuer das Projekt die Kooperation mit den Communities ohnehin sehr wichtig ist. Wenn diese nicht mitziehen ist alle Muehe ziemlich fruchtlos. Denn um Tiere und Pflanzen zu schuetzen, braucht man die Menschen die im direkten Umfeld leben, dass ist mir hier klar geworden. Um wirklich was zu aendern, muss die Bevoelkerung aufgeklaert werden warum man tut was man tut. Und erst wenn Sie es wirklich verstehen und auch weiterhin selber genug fuer die Familie zu futtern haben, werden sie Projekte unterstuetzen. Deswegen ist es so wichtig mit den Menschen draussen bei den Kanaelen ein gutes Verhaeltnis zu haben.

So wird im Boot wird von Siedlung zu Siedlung gefahren. Manchmal sind sie groesser manchmal kleiner, und es gibt welche an fast allen Kanaelen. Es laeuft ueberall nach einem aehnlichen Muster ab. Man faehrt an, findet heraus wer aus der Gruppe der Eigentuemer oder Hauptnutzer der Kanaele ist, erklaert das Projekt und wie die Menschen involviert werden und hat danach meistens freudige Supporter die mit uns dafuer kaempfen wollen ihr Oekosystem zu schuetzen. Am ersten Abend sind fuenf Siedlungen besucht (im Rasau Gebiet 5 von ueber 100). Wenn es ab sechs Uhr dunkel wird, und man nur mit einfachen Kerzen vor einer Huette im Dunkeln sitzt kommt die Muedigkeit schnell. Um acht sind die ersten im Bett. Und um zehn auch der allerletzte. Und wenn man am naechsten morgen von den Gesaengen der Gibbons im Wald geweckt wird weiss man sofort wieder wieso man hier ist, und dass es genau das richtige ist.

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