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	<title>Klimaschutz Projekt</title>
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		<title>Mindestens 1 Million Euro für den Klimaschutz</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 15:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch 2013 engagiert sich Krombacher wieder intensiv mit dem WWF für den Schutz unseres Klimas. Dem Sebangau-Gebiet auf Borneo gilt dabei aktuell unsere Aufmerksamkeit. Zusammen mit den Experten des WWF und den Naturschutzorganisation vor Ort setzen wir auf konkrete Maßnahmen, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Dazu gehört vor allem die Wiedervernässung von Moorlandschaften. Willkommene Unterstützung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch 2013 engagiert sich Krombacher wieder intensiv mit dem WWF für den Schutz unseres Klimas. Dem Sebangau-Gebiet auf Borneo gilt dabei aktuell unsere Aufmerksamkeit. Zusammen mit den Experten des WWF und den Naturschutzorganisation vor Ort setzen wir auf konkrete Maßnahmen, um den CO<sub>2</sub>-Ausstoß zu verringern. Dazu gehört vor allem die Wiedervernässung von Moorlandschaften.</p>
<p>Willkommene Unterstützung für diese Arbeit leistet Krombacher mit der aktuellen Aktion &#8220;Jeder Kronkorken ein Gewinn!&#8221;. Für jeden Kronkorken, der keinen Gewinn für den Teilnehmer enthält, zahlt Krombacher einen Unterstützungsbeitrag an den WWF. Die Zahlung ist zweckgebunden an das Klimaschutz-Projekt und entspricht den Kosten zur Wiedervernässung einer Fläche von 1m² der Moorfläche in Sebangau. Insgesamt geht Krombacher von einer garantierten Mindestspendensumme von 1 Million Euro aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://klimaschutzprojekt.krombacher.de/engagement/klimaschutzprojekt/wp-content/uploads/2013/03/kronkorken_news.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1309" title="kronkorken_news" src="http://klimaschutzprojekt.krombacher.de/engagement/klimaschutzprojekt/wp-content/uploads/2013/03/kronkorken_news.jpg" alt="" width="624" height="352" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fklimaschutzprojekt.krombacher.de%2Fengagement%2Fklimaschutzprojekt%2F2013%2F03%2F11%2Fmindestens-1-million-euro-fur-den-klimaschutz%2F&amp;title=Mindestens%201%20Million%20Euro%20f%C3%BCr%20den%20Klimaschutz" id="wpa2a_2"><img src="/engagement/klimaschutzprojekt/wp-content/themes/krombacher/img/button_social-xs.gif" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Flying Foxes</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Nov 2012 14:06:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Monaten lebe ich ja nicht mehr alleine in einem Apartement sondern mit der Familie einer guten Freundin zusammen (es ist in Indoland uebrigens ganz normal, dass Leute, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, meist wegen eines Studiums, weit weg von zu Hause, bei befreundeten Familien unterkommen). Die Eltern sind Dayak christlichen Glaubens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Monaten lebe ich ja nicht mehr alleine in einem Apartement sondern mit der Familie einer guten Freundin zusammen (es ist in Indoland uebrigens ganz normal, dass Leute, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, meist wegen eines Studiums, weit weg von zu Hause, bei befreundeten Familien unterkommen). Die Eltern sind Dayak christlichen Glaubens und kommen aus einem Dorf im Suedwesten Zentral Kalimantans, wo heutzutage leider nur noch Palmoelplantagen stehen. Mit dem Sohn Dennis, bin ich Fledermauese einkaufen gefahren. Oder besser gesagt Flughunde. Auf dem Motorrad ging es los zu einem der Strassenstaende am anderen Ende der Stadt, der woechentlich die Flughunde fuer ca $5 anbietet. Als wir ankamen, stand da ein Moped auf dessen Ruecksitz ein rostiger Kaefig befestigt war, in dem ca. 20 Flughunde hingen. Die Dinger sehen aus wie riesige Fledermaeuse, nur nicht so haesslich, und Kopf und Schnauze erinnern eher an Hunde bzw. Fuechse. Nach Dennis&#8217; Bestellung zerrte die Frau die kreischenden Tiere an einem Stock mit Haken aus dem Kaefig und nach ein paar dumpfen Schlaegen auf den Kopf waren sie ausgeknockt. Dann wurden sie in Tueten gepackt und liegen inzwischen tot, mit abgezogenem Fell in der Kueche und werden spaeter zubereitet.</p>
<p>Das ganze hoert sich fuer die einen oder anderen sicher schrecklich an. Und auch mir wurden beim Zusehen ziemlich uebel. Aber ehrlich gesagt ging es schneller als ich gedacht hatte – ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Das einige Einheimische hier Flughunde essen ist nun mal leider Realitaet. Frueher haben die Dayak fast alles gegessen was der Wald an Tieren hergab (erst neulich hab ich einen Strassenstand mit „Daging Ular“ (Schlangenfleisch) gesehen). Sie schraenkten das erst ein, als sich der Islam immer mehr durchsetzte, denn damit wurde der Fleischverzehr staerker regelmentiert. Inzwischen essen nur noch die Dayaks die etwas exotischeren Fleischarten, deren Religion es ihnen nicht explizit untersagt (also meist Christen und Kaharingan) bzw. die, die es mit der Religion nicht so eng sehen.</p>
<p>Wo die Flughunde genau herkommen, kann ich nicht sagen, aber ich wuerde mich nicht wundern, wenn sie aus dem Nationalpark selber stammen. Genau wie viele der Singvoegel, die traditionell in Indonesien gehalten werden und sicherlich auch hauefig aus den Reservaten geholt werden. Offiziell ist das natuerlich nicht erlaubt. Aber selbst mit Zaeunen waere dieses riesige Gebiet (sechs mal die Flaeche Berlins), nicht kontrollierbar und auch wenn die Behoerden beweisen koennten, dass da gewildert wird, wuerden sie kaum etwas dagegen tun können. Das ist so aehnlich wie mit dem Rauchverbot in Berliner Kneipen: es steht, aber man tut sich schwer die Leute zur Durchsetzung zu zwingen. Da es meistens Javaner sind, die in den staatlichen Institutionen sitzen (und somit die Verbote regulieren), faellt es doppelt schwer den einheimischen Dayak, die mit dem Verkauf von Tieren ihre Familien ernaehren, etwas von Moral und Artenschutz zu erzaehlen. Schliesslich ist hier Dayak Land. Und zu guter Letzt weiss man oft gar nicht genau, in wie weit kleinere Tiere tatsaechlich vom Aussterben bedroht sind.</p>
<p>Mir persoenlich faellt es immer sehr schwer bei solchen Themen das richtige Verhalten/ die richtige Kritik im vernuenftigen Ton zu treffen. Denn einerseits will ich ja meine Sicht verdeutlichen und den Menschen klar machen, dass Wildern und Tiere einsperren in meinen Augen super uncool ist, andererseits bin ich hier der Gast und Aussenseiter und es hat auch immer etwas Ueberhebliches wenn die Westler (mit ihren schier endlos scheinenden Moeglichkeiten) die Traditionen der Einheimischen kritisieren und ihnen das bischen ihrer Moeglichkeiten auch noch nehmen wollen. So seh ich bei manchen Dingen lieber zu und sage nichts – auch wenn ich schockiert und dagegen bin.</p>
<p>Der Flughund jedenfalls landete dann abends im Topf. Und wurde mit Reis, Sausse und etwas Salat serviert. Ich selber habe verzichtet, was die anderen nicht so sehr gestoert hat, es gab ja dann mehr fuer sie. Das Fleisch soll sehr suess sein, da sich die Flughunde nur von Honig ernaehren und ausserdem ist es <em>obad asma</em> (= Medizin gegen Asthma) bzw., wie Dinis Vater sagte, fuer die die kein Astma haben: <em>obad lapar</em> (= Medizin gegen Hunger). Haha.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fklimaschutzprojekt.krombacher.de%2Fengagement%2Fklimaschutzprojekt%2F2012%2F11%2F06%2Fflying-foxes%2F&amp;title=Flying%20Foxes" id="wpa2a_4"><img src="/engagement/klimaschutzprojekt/wp-content/themes/krombacher/img/button_social-xs.gif" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Abfallproblematik in Indonesien</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Sep 2012 07:57:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die indonesische Art und Weise sich seines Muells zu entledigen hat was fuer sich. Sie kombiniert Eleganz mit Ignoranz. Und wird wohl jeden Deutschen der hier her reist ziemlich schockieren. Denn in diesem kuriosen Land gibt es kein Pflichtverstaendnis was die sorgfaeltige Entsorgung von Abfaellen angeht. Kaum einer belastet sich selber mit nervigem Muell, sucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die indonesische Art und Weise sich seines Muells zu entledigen hat was fuer sich. Sie kombiniert Eleganz mit Ignoranz. Und wird wohl jeden Deutschen der hier her reist ziemlich schockieren. Denn in diesem kuriosen Land gibt es kein Pflichtverstaendnis was die sorgfaeltige Entsorgung von Abfaellen angeht. Kaum einer belastet sich selber mit nervigem Muell, sucht haenderingend nach Abfalleimern oder stopft aufgerissene Kunsstoffverpackungen in die Hosentaschen. Nein. Was man nicht mehr braucht, laesst man allzuhaeufig an Ort und Stelle einfach aus den Haenden gleiten.</p>
<p>Dieser Stil war fuer mich, vor allem am Anfang meines Aufenthalts, ziemlich verstoerend. In Deutschland sind die meisten von uns ja so programmiert, dass umweltschaedliches Verhalten gar nicht geht. Ich weiss noch, wie ich mal stundenlang eine Eisverpackungen mit mir rumgeschleppt habe bis ich sie irgendwann, zoegerlich und moeglichst unauffaellig zwischen anderen Muell an einer Ecke fallen liess. Und wie ich total schockiert war, als mir jemand auf einem Boot meine Abfaelle freundlich abnahm, nur um sie zwei Sekunden spaeter ueber Bord zu werfen.</p>
<p>Das Chaos (die Vermuellung) ist nahezu ueberall, allerdings unterschiedlich ausgepraegt. Manche Gegenden wirken extrem, andere sind nicht ganz so schlimm. Auf den Strassen und oeffentlichen Plaetzen gibt es weder Muelleimer noch Schilder, die der Verschmutzung entgegenwirken. Es gibt keine Muellabfuhr, keine Muelltonnen vor den Haeusern. In ganz seltenen Faellen gibt es kleine Schilder die darauf hinweisen man solle seinen Muell bitte ordentlich entsorgen (mit einem einsam in der Landschaft stehendem Muelleimer). Wenn ich meinen Hausmuell loswerden will, muss ich damit zum 500 Meter entfernten Muellsammelplatz fahren, der einmal woechentlich von einem gewoehnlichen LKW angefahren wird, und dann von einem kleinen Team Arbeiter weggeschaufelt wird. Aber ueblicher ist es fuer die privaten Haushalte, den Muell vor dem Haus in kleinen Haufen zu verbrennen oder ihn teilweise sogar einfach nur hinters Haus zu werfen. Da haben naemlich viele ihre ganz eigenen, privaten Muellhalden…</p>
<p>Wie sowas sein kann, fragt man sich. Ein solches System kann man kaum nachvollziehen, schliesslich ist es echt schoener wenn der Hinterhof nicht zur Muellhalde verkommt! Aber trotzdem laeuft es Indonesien so. Und die Gruende sind eigentlich ganz einfach: es gibt keine System. Die Vermuellung passiert weil es Planung und Kontrollen, wie bei uns eben NICHT gibt. Es ist die reine Strukturlosigkeit, Chaos oder einfach nur Nicht-Organisation. Und die Leute haben meist ganz andere Sorgen, als sich mit dem was sie nicht mehr brauchen zu beschaeftigen. Solche Aesthetik Probleme kennt man nur, wenn man aus dem guten alten Westen kommt. Hinzukommt, dass das Muellproblem ein relativ neues ist. Bis vor ca. 50 Jahren gab es Muell, so wie wir ihn aus Europa kennen, ja noch gar nicht. Damals, als alles was man benutzte, direkt aus der Natur kam (Bananenblaetter als Teller und Serviette, Wurzeln, Holz und Pflanzenfasern als Baumaterialien, Steine als Werkzeuge), konnte man Dinge, die man nicht mehr brauchte, ueberall liegen und fallen lassen da sie sich nahtlos und ohne aufzufallen, wieder in der Natur eingliederten. Alles ging wieder dahin zurueck, wo es herkam oder verrottete und wurde wieder Teil der Erde. Essensreste wurden von Tieren und Bakterien weiterverarbeitet und auch alle anderen Materialien waren biologisch abbaubar und verwuchsen im Laufe der Zeit mit der Natur. Seit es Materialien wie Plastik und die Globalisierung gibt, ist allerdings nichts mehr wie frueher. Sie ermoeglichen einen viel hoeheren Lebensstandard, auch in entlegenen Gebieten, so dass selbst im Dschungel, weit weg von den Ballungszentren moderner Zivilisation, Gummibaerchen, Coca-Cola, und Magnum gegessen werden koennen. Das die Kunsstoffe teilweise 500 Jahre brauchen, bis sie verrottet sind, wird natuerlich von den wenigsten bedacht. Womit der Luxus alle Lebensmittelprodukte verfuegbar zu haben, seine deutlichen Spuren hinterlaesst, und die Plastikreste ein etwas trauriger Teil der Landschaften werden.</p>
<p>Das Schoene ist: auch hier verstehen die Leute die Probleme. Nur: man muss es Ihnen erklaeren. Denn das Mindset, was wir uns seit den Umweltbewegungen ab den 60er Jahren muehsam erarbeitet haben, ist hier noch nicht vorhanden. Man muss den Menschen die Zusammenhaenge aufzeigen und Ihnen bewusst machen, was geschieht, wenn jeder seinen Muell den Fluss runterspuelt. Dann veraendert man auch ihre Einstellung und kann helfen die Welt, ein kleines bischen besser zu machen.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fklimaschutzprojekt.krombacher.de%2Fengagement%2Fklimaschutzprojekt%2F2012%2F09%2F17%2Fabfallproblematik-in-indonesien%2F&amp;title=Abfallproblematik%20in%20Indonesien" id="wpa2a_6"><img src="/engagement/klimaschutzprojekt/wp-content/themes/krombacher/img/button_social-xs.gif" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tourismus im Sebangau National Park</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Aug 2012 07:57:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Im letzten Blog ging es um den Tourismus in Zentral Kalimantan im Allgemeinen. Warum es nicht leicht ist, den in Gang zu bekommen und was einen deutschen Touristen zum jetzigen Zeitpunkt hier erwarten wuerde. Fuer den Sebangau Nationalpark im Speziellen kommt noch ein anderes Problem hinzu: der Zugang in das Innere des Waldes ist fuer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten Blog ging es um den Tourismus in Zentral Kalimantan im Allgemeinen. Warum es nicht leicht ist, den in Gang zu bekommen und was einen deutschen Touristen zum jetzigen Zeitpunkt hier erwarten wuerde. Fuer den Sebangau Nationalpark im Speziellen kommt noch ein anderes Problem hinzu: der Zugang in das Innere des Waldes ist fuer den normalen Touristen sehr aufwendig. Durch die extremen Schwankungen in den Wasserlevels sind die Uferbereiche sehr weich und waesserig. Und auch im Torfmoor selber gibt es immer wieder Bereiche die unter Wasser stehen und in denen man schnell mal bis zur Huefte im Schlamm versinkt. Zugaenge sind daher im Grunde nur ueber Boote und Boardwalks (auf Brettern und Stelzen gebaute Holzwege) moeglich, deren Holzbedarf (=Kosten) hoch und Haltbarkeit limitiert (meist 2-10 Jahre) ist.</p>
<p>Trotz allem. Was man einfach im Auge behalten muss ist, dass sich im Sebangau Nationalpark die weltweit groesste zusammenhaengend lebende Orangutanpopulation befindet! Und daneben andere seltene Wildtiere wie Malaienbaer, Nebelpader, Nashornvogel, um nur ein paar zu nennen. Entsprechend wurden schon 2008 mit einem Touroperator die West Seite des Parks unter die Lupe genommen um die Potentiale fuer Orangutan-/ Natur-/ Oekotourismus aufzudecken. Im Anschluss daran entschied man sich im Subdistrict Kamipang, in dem neben einigen kleinen Doerfern auch der Punggualas See im Innern des Nationalparks liegt, die indigene Bevoelkerung mit den Potentialen des Tourismus bekannt zu machen.</p>
<p>Seitdem ist fuer indonesische Verhaeltnisse einiges passiert. Die Dorfgemeinschaften haben sich entschlossen den Tourismus zu foerdern, und ein paar Programme fuer Besucher entworfen. Obwohl sie zwar selber noch nicht so richtig daran glauben, dass zu Ihnen, so weit weg vom Rest der Welt, viele Gaeste kommen wuerden. Die Regierung hat zwei Gaestehaeuser am See in Jahanjang gebaut und der WWF KalTeng (WWF Zentral Kalimantan) hat Workshops organisiert und ein erstes Camp im Innern des Parks gebaut. Und obwohl der Stein ins Rollen gebracht wurde ist es weiterhin dringend noetig Strukturen aufzubauen und Aufklaerungsarbeit zu leisten, vor allem Bezueglich der Qualitaeten und Bedeutung von ‚Oeko’ Tourismus. Denn den Einheimischen vor Ort ist es nur sehr schwer einsichtlich, dass Menschen aus Europa oder anderen wohlhabenden Laendern nur dann bereit sind gutes Geld fuer einen naturnahen Urlaub zu bezahlen, wenn dieser auch den Umweltschutzgedanken beruecksichtigt. Fuer sie ist es viel wichtiger Geld zu verdienen. Denn waehrend sie ihr einfaches Leben fuehren, trauemen sie alle von der Welt des Westens und der Staedte, die sie jeden Abend im Fernseher verfolgen. Technologien, Fortschritt und Modernisierung sind Dinge die sie toll finden &#8211; viel spannender als Naturschutz und Artenvielfalt.</p>
<p>Wer mehr erfahren moechte ueber die Tourismusentwicklung in Kamipang kann hier ausfuehrlichere Informationen finden: <a href="http://www.theborneoadventure.com"> The Borneo Adventure</a></p>
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		<title>Tourismus in Kalimantan</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jun 2012 07:04:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Neben dem Schutz des Oekosystems im Rahmen des Canalblocking und der Aufforstungen im Sebangau National Park hat der WWF im Rahmen eines kleineren Projekts vor Ort angefangen erste Anstrengungen in die Foerderung von Tourismus zu stecken. Dazu zaehlt einerseits die Zusammenstellung einiger interessanter Ziele in einem kleinen Handbuch, andererseits der staerkere Fokus auf die Touristischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben dem Schutz des Oekosystems im Rahmen des Canalblocking und der Aufforstungen im Sebangau National Park hat der WWF im Rahmen eines kleineren Projekts vor Ort angefangen erste Anstrengungen in die Foerderung von Tourismus zu stecken. Dazu zaehlt einerseits die Zusammenstellung einiger interessanter Ziele in einem kleinen Handbuch, andererseits der staerkere Fokus auf die Touristischen Potentiale im Sebangau Nationalpark.</p>
<p>Grundsaetzlich ist der Tourismus in Zentral Kalimantan aus verschiedenen Gruenden nicht sehr weit entwickelt. Bislang sind viele Gegenden nur sehr schwer zugaenglich, mit sehr langen Reisezeiten auf oft schlechten Strassen. Der Tourismus steht mehr oder minder bei Null &#8211; und es gibt keine Konkurrenz die das Geschaeft beleben koennte. Ausserdem kann Kalimantan manchmal echt trostlos sein: die meisten Menschen hier sprechen kein Wort Englisch, leben oft in kleinen, selbst zusammen gezimmerten Huetten am Rande der Armutsgrenze. Dreckige Klamotten der Menschen, schlechte Infrastruktur und viel herumliegender Muell lassen die meisten Orte nicht gerade paradiesisch wirken. Wer von Deutschland aus in eine indonesische Stadt anreist, der wird vom Chaos in den Staedten, in den Geschaeften, auf den Strassen (Chaos herrscht eigentlich ueberall) erstmal schockiert sein. Wer es dann aus der Stadt herausschafft wird feststellen, dass die meisten zugaenglichen Gebiete schon ausgeschlachtet und in agrarwirtschaftlich genutzte Monokulturen umgewandelt worden sind. Und wenn nicht, dann sind die ehemaligen Primaerwaelder (fuer mich die einzig wahren Dschungel) nur noch sehr junger, frisch nachgewachsener Sekundaerwald, dem Artenvielfalt und beeindruckende riesige Baeume zum Grossteil bereits verloren gegangen sind.</p>
<p>Die Potentiale fuer Tourismus sind somit von vorne herein limitiert. Und doch: trotz all der Trostlosigkeit (dritte Welt laesst gruessen)&#8230; je weiter man raus faehrt, desto spannender wird es. Weit weg von den stark besiedelten Gebieten kommt der wahre Charme Borneos, die sehr naturnahe Lebensweise seiner Bewohner und die vielen kleinen Ueberraschungen der Evolution zum Vorschein. Ein Aufenthalt in einem der Doerfer weg von den Ballungszentren wird zweifelsohne bei jedem deutschen Besucher bleibenden Eindruck hinterlassen: frische, mit den Jahreszeiten variierende, unbekannte Obstsorten die direkt von den Baeumen gepflueckt, mit den Haenden oder Zaehnen geschaelt und direkt gefuttert werden. Grinsende, teilweise zahnlose Gastgeber die eine Herzlichkeit ausstrahlen wie man sie aus Deutschland sicherlich nicht kennt. Das morgendliche, etwas umstaendliche Waschen am Fluss, bei dem der Nachbar schmunzelnd zuschaut und ueber unsere weisse Hautfarbe und mangelnde Koerperbalance am abfeiern ist. Die barfuss herumrennenden Kinder zwischen Huehnern, Katzen und Hunden. Das Essen, das nie einen Supermarkt gesehen hat sondern aus der direkten Umgebung (Fluss, Feld, Wald) in die Kueche kommt. Die traditionelle Art der Zubereitung ueber echtem Feuer und der Verzehr mit den Zehn Staebchen: den eigenen Haenden. Die Fortbewegung in den kleinen Boten auf dem Fluss und, und, und: alles viele kleine Dinge die extrem anders sind als das, was man als deutscher Tourist aus den meisten anderen Urlaubsorten bislang hat kennenlernen koennen.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fklimaschutzprojekt.krombacher.de%2Fengagement%2Fklimaschutzprojekt%2F2012%2F06%2F08%2Ftourismus-in-kalimantan%2F&amp;title=Tourismus%20in%20Kalimantan" id="wpa2a_10"><img src="/engagement/klimaschutzprojekt/wp-content/themes/krombacher/img/button_social-xs.gif" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Aufforstung: Baumpflanzungen im Sebangau Gebiet</title>
		<link>http://klimaschutzprojekt.krombacher.de/engagement/klimaschutzprojekt/2012/05/30/aufforstung-baumpflanzungen-im-sebangau-gebiet/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 May 2012 09:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Neben der Arbeit an den Kanaelen macht der WWF auf Borneo auch noch andere Projekte. Eines davon sind die Pflanzungen von neuen Baeumen, die hauefig von alleine nicht richtig nachwachsen koennen. Die Gruende dafuer sind unterschiedlich: entweder sind zu wenig Naehrstoffe im Boden, der Boden ist ueberflutet/komplett ausgetrocknet oder kleinerer Bodenwuchs verhindert die Entwicklung junger, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben der Arbeit an den Kanaelen macht der WWF auf Borneo auch noch andere Projekte. Eines davon sind die Pflanzungen von neuen Baeumen, die hauefig von alleine nicht richtig nachwachsen koennen. Die Gruende dafuer sind unterschiedlich: entweder sind zu wenig Naehrstoffe im Boden, der Boden ist ueberflutet/komplett ausgetrocknet oder kleinerer Bodenwuchs verhindert die Entwicklung junger, neuer Baeume. Der WWF hilft nach, und kurbelt an verschiedenen Stellen das Nachwachsen von Regenwald an. Und ein Teil von Krombachers Spenden fliesst auch in diese Projekte.</p>
<p>Die Aufforstungsarbeit beginnt immer mit der Suche nach einer geeigneten Stelle fuer die Neupflanzungen. Dazu wird auf Karten das Gelaende potentieller Gebiete auf den Zustand geprueft und eine Gegend gewaehlt in der der Wald besonders gelitten hat. Es wird darauf geachtet Gebiete zu finden, die sich selbst ueberlassen besonders lange brauchen wuerden, um sich zu regenerieren. Wenn man sich fuer ein solches mit Hilfe von Karten und dem darauf folgenden Groundcheck entschieden hat, wird in der Umgebung die lokale Bevoelkerung involviert. An dieser Stelle erfolgt dann neben Aufklaerung bzgl. Umweltschutz/Folgen von Abholzung/Waldbraenden, auch die Vergabe von Kurzzeitjobs und ein Workshop zur Aufzucht von Baeumen. Die ideale Jahreszeit zum Neupflanzen ist das Ende der Trockenzeit, sprich September und Oktober. Wenn es dann soweit ist, muessen Setzlinge beschafft werden. Da in Kalimantan schon viel Wald verloren gegangen ist, sind bereits erste kleinere Unternehmen gegruendet worden, die sich nur mit dem Zuechten von Baeumen beschaeftigen. Pro Hektar pflanzt der WWF 400 Stueck, deren Setzlinge alle suedlich von Palangka gekauft und anschliessend in das Bepflanzungsgebiet gebracht werden. Zur Anpflanzung werden typischerweise drei verschiedene Arten von Baeumen genommen. Sie stammen aus Kalimantan und vereinbaren verschiedene Vorteile: Einerseits produzieren sie alle Fruechte und liefern so Nahrung fuer viele Tiere inklusive Orang-Utans, andererseits wachsen sie verhaeltnismaessig gut, auch in ueberfluteteten Gebieten und produzieren teilweise zusaetzlich „Karet“ (= Kautschuk), der spaeter als weitere Einnahmequelle verwendet werden kann.</p>
<p>Sind die Setzlinge vor Ort, wird im naechsten Schritt mit den lokalen Communities die Gegend abgesteckt und so ein genauer Sektor fuer die Pflanzung definiert. Meistens gibt es mehrere Sponsoren, die jeweils einige Hektar Neubepflanzung finanzieren. Das Gebiet wird mit Seilen abgesteckt und Felder von 5&#215;5 Metern gebildet, in die die Setzlinge jeweils ca. 15 cm tief eingesetzt werden. Um 25 Hektar anzupflanzen, brauchen 10 Arbeiter etwa 10 Tage.</p>
<p>Zum Abschluss kommt dann die laengste Phase: das Monitoring. Um sicher zu gehen, dass die Bepflanzung auch ein Erfolg wird, muss regelmaessig die Entwicklung des Gebiets ueberprueft werden. Drei Monate nach der Pflanzung erfolgt deshalb der erste Besuch im Gebiet. Es wird geprueft welche Baeume angegangen und welche gestorben sind. Normalerweise ueberleben ca. 70-80% der Baeume. Die toten Baeume werden beim ersten Besuch (nach der Pflanzung) wieder ausgegraben. Ausserdem wird das Gebiet von Unkraut und Fremdwuchs gesaeuebert, um den Baeumen die besten Ueberlebenschancen zu bieten. Im zweiten Besuch (nach der Pflanzung) werden dann die Felder der toten Baeume neu bepflanzt, so dass auf diesen Feldern auch die Chance fuer Nachwuchs besteht. Ab dann erfolgt nur noch alle 3 Monate ein Besuch zur Unkrautentfernung. Nach 2 Jahren haben die Baeume es dann soweit geschafft, dass sie ohne Nachhilfe sich selber ueberlassen werden koennen.</p>
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		<title>SSI Station</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 07:32:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[SSI. Das steht fuer Sanitra Sebangau Indah (frei uebersetzt die Schoene Sanierungsstation des Sebangau). Frueher war das SSI ein Basecamp fuer eine Logging (Holzfaeller) Firma hier in Zentral Kalimantan. Es liegt direkt an einem der groesseren Kanaele, ueber den der Zugang in den Wald und der Abtransport des Holzes geregelt wurden. Als man die Logger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SSI. Das steht fuer Sanitra Sebangau Indah (frei uebersetzt die Schoene Sanierungsstation des Sebangau). Frueher war das SSI ein Basecamp fuer eine Logging (Holzfaeller) Firma hier in Zentral Kalimantan. Es liegt direkt an einem der groesseren Kanaele, ueber den der Zugang in den Wald und der Abtransport des Holzes geregelt wurden. Als man die Logger irgendwann rauswarf, wurde das Camp vom WWF uebernommen. Heute dient es dazu Sponsoren und Medien die Canalblocking- aber auch Aufforstungsprojekte vorzustellen. Es ist sozusagen ein Vorzeigemodell, kann von Palangkaraya einfach und schnell besucht werden und wird als Basisstation fuer Arbeiten im Feld verwandt. Das Camp besteht aus dem Haupthaus mit Wohn-, Schlaf-, Bueroraum und der Kueche (Kueche bedeutet eigentlich bloss „Ueberdachte Bodenflaeche ausserhalb der Huette auf deren Boden Essen zubereitet wird), zwei zusaetzlichen Zimmern fuer Besucher und einem kleinen Aussichtsturm. Auf der anderen Seite des Kanals werden Pflanzensetzlinge gezuechtet die dann an verschiedenen Stellen im Nahen Umkreis wieder eingepflanzt werden. Ausserdem ist ein „Permanent Dam“ direkt neben der Station.</p>
<p>Als ich Anfang 2011 nach Borneo kam und in Palangkaraya gelandet bin, wusste ich noch gar nicht wohin. Nachdem ich mich von einem Motorradtaxifahrer am ersten Abend durch Palangkas Umgebung hatte fahren lassen, ging ich am naechsten Morgen zum WWF Buero, um mich vorzustellen. Bis ich jedoch als Volunteer angenommen wurde, waren noch einige buerokratische Huerden/Vorstellungsgespraeche zu ueberwinden und ich nutzte die Zeit um mir den Sebangau National Park etwas naeher anzuschauen. Der erste Trip ging ins SSI, wo ich fast eine Woche in der Stille und Einsamkeit am Rand des Waldes, nur mit den drei Campsittern und der Katze, verbrachte. Weil das Camp direkt am Kanalzufluss des Sebangau liegt, sieht es in der Regenzeit, wenn das Wasser ansteigt und der ganze Torf ueberflutet ist, wie eine kleine Gruppierung schwimmender Haueser aus. Tatsaechlich steht es, wie die meisten Haueser in der Naehe des Wassers, auf 1-2 Meter hohen Stelzen.<br />Das Land im direkten Umfeld des Camps ist dabei sich wieder in seinen urspruenglichen, dschungelartigen Zustand zurueck zu verwandeln. Zwar fehlen noch die grossen Baueme, aber das Buschwerk ist schon weit entfernt von dem urspruenglichen Farnen, die sonst abgeholztes Land wie eine gruene flache Steppe aussehen lassen. Wer vom Kanal in Richtung Wald geht, startet durch flaches Farnland durchsetzt von Bueschen, Straeuchern und kleinen Baeumen, die sich langsam immer mehr in den dichten, hoeheren und dunkleren Peatforest verwandeln. So kann man auf wenigen hundert Metern die graduelle Verwandlung von nahezu gar keinem Wald bis hin zu echtem intakten Torfmoorwald erleben.</p>
<p>Es war ein beeindruckender Aufenthalt – nicht wegen der grossartigen Aktivitaeten vor Ort sondern vielmehr der Stille und Verlorenheit, die ich dort erlebte. Als wir mit den Klotokbooten auf den Sebangaufluss zum Fischen fuhren, war (sobald der Motor ausgeschaltet war) weit und breit nichts zu hoeren ausser gelgentlichem Vogelgezwitscher. Wir unterhielten uns ueber hundert Meter weg mit dem anderen Boot, ohne dass es sich seltsam anfuehlte. Die krasse Hitze war extrem entspannend. Und in dieser unendlich erscheinenden Weite und Ruhe fuehlte ich mich ungewoehnlich ausgeglichen und seltsam, fast schon erhaben ueber die Welt.</p>
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		<title>Die Geister Borneos &#8211; eine Realitaet?</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 13:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Borneo. Eine Insel der Artenvielfalt, Mystik und wilder Eingeborenenstaemme. Ein Ort, der so dicht von tropischen Waeldern bedeckt ist(war), dass er fuer die meisten aus der westlichen Welt stammenden Menschen ein unpassierbares und unheimliches Dickicht zu sein scheint. Hier gibt es Grosstiere, die einen unbewaffneten Menschen innerhalb von Sekunden toeten koennten. Kleinste Reptilien und Amphibien, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Borneo. Eine Insel der Artenvielfalt, Mystik und wilder Eingeborenenstaemme. Ein Ort, der so dicht von tropischen Waeldern bedeckt ist(war), dass er fuer die meisten aus der westlichen Welt stammenden Menschen ein unpassierbares und unheimliches Dickicht zu sein scheint. Hier gibt es Grosstiere, die einen unbewaffneten Menschen innerhalb von Sekunden toeten koennten. Kleinste Reptilien und Amphibien, die Gifte besitzen, die selbst einen Elefanten niederstrecken. Und sogar Pflanzen, deren Rinde hochtoxisch ist. Diese gefaehrliche und gleichzeitig vielfaltige Welt blieb fuer die meisten Bewohner ueber viele Jahrhunderte hinweg exklusiv und sehr isoliert, so dass sich die Kulturen ueber lange Zeit ohne auessere Einfluesse entwickeln konnten. Bevor Islam und Christentum hier her kamen wurde an alles Moegliche geglaubt&#8230; und Geschichten von Geistern und Gespenstern wurden Teil der Kultur.</p>
<p>Als ich in Indonesien ankam, habe ich aehnlich wie viele Einwohner hier an alles Moegliche geglaubt, nur nicht an was Bestimmtes. Ueber Geister oder Magie hatte ich mir zwar noch keine ernsthaften Gedanken gemacht, aber trotz meiner Neugier auf alles Phantastische, war fuer mich klar, dass Zauberei und Gespenster Dinge sind, die sich Leute selber einreden. Eine Verkettung von Zufaellen, gepaart mit dem starken Wunsch nach Etwas, dass man sich nicht erklaeren kann. Das erste mal als dann jemand anfing von Geistern zu reden, war ich amuesiert und freute mich auf eine kleine &#8220;Fantasy Story&#8221;. Mit viel Respekt hoerte ich ganz unvoreingenommen zu – schliesslich kann niemand beweisen dass es Uebernatuerliches NICHT gibt. Trotzdem konnte ich mir das Schmunzeln nur teilweise verkneifen, denn der Inhalt der Geschichten gepaart mit wirklich ueberzeugten Erzaehlern (normale, intelligente Leute, nicht abgedrehte Verrueckte) waren etwas hoechst Sonderbares fuer mich. Wie konnten diese so einen starken Glauben an etwas haben, dass meiner Ansicht nach eigentlich nur Quatsch sein konnte?</p>
<p>Tatsaechlich ist es in Indonesien so, dass viele Menschen Geister und Magie fuer etwas ganz Normales halten. Die Existenz von Geistern wird von den allerwenigsten angezweifelt, selbst wenn man nie welche gesehen/erlebt hat. In den Doerfern ist diese Sicht besonders ausgepraegt. Beim Herumfragen habe ich in den letzten Monaten verschiedene Geschichten ueber Magie gehoert. Oft geht es um das Verfluchen oder Verhexen von persoenlichen Feinden. Laut der Erzaehlung einer Bekannten zum Beispiel, wurde ein Mann sehr krank nachdem er einen Mitarbeiter entlassen hatte. Er blieb mehrere Tage zu Hause doch seine Schmerzen im Magenbereich wurden nicht besser. Seine Hautfarbe wurde im wahrsten Sinne des Wortes fahl und grau! Als der herkoemmliche Arzt nichts finden konnte, wurde ein „Dukun“ gerufen, eine Druide oder Hexenmeister, der den Kranken darauf hin behandelte bis dieser sich Erbrach. Im Erbrochenen fanden sich Metallnaegel die die Beschwerden angeblich ausgeloest hatten. Dieses Phaenomen nennt man in Indonesien Djengges, wobei die Dukuns einen Menschen verfluchen bzw. kleine spitze Gegenstaende (Nadeln, Naegel oder Glas) in ihn hinein hexen koennen&#8230; <br />Eine andere Geschichte erzaehlt von Geistern, die zwar keinen Schaden anrichten aber regelmaessig in leerstehende Haeuser kommen. Eine Bekannte, die vor vielen Jahren von England nach Indonesien gezogen ist, erzaehlt von Geistern die in ihrem Haus wohnen, wenn Sie nicht da ist. Der Nachbarsjunge der ums Haussitting gebeten wurde, erzaehlt, eine unbekannte Frau sei vorbeigekommen und haette ihm gesagt, er solle ja gut aufpassen! Die Frau kannte keiner und wurde nie wieder gesehen. Nach der Rueckkehr meiner Bekannten passierten seltsame Dinge. So wurde sie nachts mehrfach von einer unbekannten Stimme gerufen von der Sie meint, es handle sich um einen Geist&#8230;</p>
<p>Die Liste der Dinge die Geister tun sowie die Zaubereien die angeblich moeglich sind ist unendlich. Ein ganz offenes Gebiet, wo keiner sagen kann was wahr und was ersponnen ist. Aber es geht noch weiter: die Geschichten, die ich bei allem guten Willen nicht mehr ernst nehmen kann sind zum Beispiel Erzaehlungen ueber die KUYANG-Hexen, die sich Nachts unbewusst verwandeln koennen und dann das Blut von Kleinkindern trinken. Diese Verfluchten trennen durch einen Schnitt mit dem Fingernagel am eigenen Hals ihren eigenen Kopf vom Rest des aeusseren Koerpers ab und fliegen dann, mit den herabhaengenenden Eingeweiden, durch die Nacht auf der Suche nach Blut&#8230; sehr abenteuerlich. Oder der BAHUTAI, ein hundeartiges Wesen, dass wie ein Haustier von boesen Menschen gehalten wird und auf andere gehetzt werden kann. Sein ganzer Koerper strahlt Licht aus, er kann durch Waende laufen und wird von schwarzen Magiern gehalten. Und die TONG-TONG Gespenster, die Leichen besetzen und so, ueber den Koerper der Toten in unsere Welt eingreifen.</p>
<p>Naja. Das sind ein paar der Klassiker hier&#8230; es gibt aber viele Formen von Geistern und Geschichten. Und natuerlich bleibt es jedem selber ueberlassen, was Fakt und was Fiktion sein soll. Viel interessanter aber ist, dass paranormale Phaenomene vollkommen akzeptiert sind; sie sind tief mit der Kultur verwurzelt. Ein Typ meinte neulich zu mir „Im Dschungel kann 1+1 auch 3 sein“ und „nur weil ich etwas mit Logik nicht erklaeren kann, heisst das noch lange nicht, dass es nicht da ist“. Und wahrscheinlich versucht man deshalb haeufig erst gar nicht Seltsamem mit Logik oder trockener Rationalitaet zu begegnen. Die Menschen glauben nicht an die Allmacht der Logik, wie wir es aus Deutschland kennen, sondern viel mehr daran, dass die Welt fuer uns im Grunde nicht erklaerbar ist. So wird das Schicksal, Unheil, Glueck oder eben die Geister, einfach aktzeptiert &#8211; oft ohne eine Erklaerungsversuch zu wagen.</p>
<p>Der WWF muss, da er mit den Communities nah zusammenarbeiten will, natuerlich auch auf sowas eingehen. Auch im Sebangaugebiet gibt es den fuer Indonesien typischen Synkretismus (in diesem Fall Vermischung von Islam oder Christentum mit Legenden aus dem Animismus), so dass gelegentlich vor dem Bau von Daemmen Rituale durchgefuehrt werden in denen es um die &#8220;Beschwoerung&#8221; von Geistern geht. Dabei treten die anerkannten spirituellen Oberhauepter, denen besondere spirituelle Faehigkeiten zugesprochen werden, mit den Energien und Geistern in Kontakt. Bei der Durchfuehrung wird gesungen/gebetet manchmal getanzt und meist ein kleineres Tier wie ein Huhn geopfert (keine Sorge: das wird nach der Zeremonie auch gegessen). Waehrend die Mitglieder des Dorfes zusammen im Kreis sitzen, brummt der Zauberhaeuptling seine Mantras. Und nach 30 Minuten ist alles vorbei. Die Geister wissen jetzt, wieso man in den Wald kommt und was dort getan wird. Und die Locals vor Ort haben keine Sorgen mehr verhext oder verrueckt zu werden bzw. nach ihrer Rueckkehr an einer unheilbaren Krankheit/ einem Fluch zu verenden (weil sie unangekuendigt/unerlaubt ins Gebiet der Geister eingegriffen haben/ eingedrungen sind).</p>
<p>Was so erzaehlt erst mal etwas lustig erscheint, ist in manchen Doerfern noch eine total normale Angelegenheit. Es bleibt jedem selber ueberlassen, ob er daran glaubt, dass sich Geister durch ein paar Gebete und ein aufgeschlitztes Huhn besaenftigen lassen, oder nicht. Aber es ist ohne Zweifel auch fuer mich persoenlich immer ein gutes Gefuehl solchen Vorsichtsritualen Folge zu leisten, sie vollends ernst zu nehmen und dann ganz positiv eingestellt in den Wald zu gehen. Und so mache auch ich lieber ein Gebet oder eine Waschung zuviel, als dann nachher in der Einsamkeit der Wildnis anzufangen, mich mit den eigenen Gedanken zu verunsichern&#8230;</p>
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		<title>Das Klimaschutzprojekt von Krombacher – Erste Daemme</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 06:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Groundcheck ist die Vorbereitungsarbeit getan. Die Daten werden verarbeitet und die genauen Positionen der Daemme bestimmt. Diese duerfen, damit sie auch halten, dem Wasserdruck nicht zu stark ausgesetzt werden. Das geht, indem das Gefaelle zwischen zwei Daemmen nicht den Grenzwert von 25 Hoehencm ueberschreitet. Dann gehts los. Das Holz wird zum groessten Teil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Groundcheck ist die Vorbereitungsarbeit getan. Die Daten werden verarbeitet und die genauen Positionen der Daemme bestimmt. Diese duerfen, damit sie auch halten, dem Wasserdruck nicht zu stark ausgesetzt werden. Das geht, indem das Gefaelle zwischen zwei Daemmen nicht den Grenzwert von 25 Hoehencm ueberschreitet. Dann gehts los. Das Holz wird zum groessten Teil herangefahren. Einerseits ist das aergerlich, weil ja im Umfeld so viel Holz, teilweise auch schon abgeholztes, vorhanden ist. Andererseits muessen die Daemme vernuenftig konstruiert werden, um zu halten wozu einheitliche Groessen, und sauber geschnittene Balken, Bretter und Planken gebraucht werden. Und die findet man halt nicht, wenn man mitten im Wald ist. Ausserdem wird in Kalimantan sowieso viel Logistik ueber den Fluss abgewickelt und die Leute wissen, wie sie Waren auch an entlegene Orte transportieren. Wer also weit abseits wohnt, muss sich trotzdem um nichts sorgen und kann fast alles bekommen, was gebraucht wird. Und wir bekommen so auch unser gut vorgeschnittenes Holz. Das Baumaterial wird in die unmittelbare Umgebung der Kanaele gebracht und abgeladen. Dort warten dann auch schon die Lokals die beim Bau helfen und mit ihren kleineren Booten alles an die Endposition fahren. Je nach Lage und Groesse des Dammes dauert die Konstruktion zwischen ein paar Stunden bis hin zu drei Tagen. Zuerst gibt es nochmal eine Einfuehrung in die Bauweise und Funktion des Dammes. Zum Glueck ist ein Laptop dabei und es koennen Bilder und Grafiken zur Erklaerung der Konstruktion gegeben werden. Dann kann das Handwerk beginnen.</p>
<p>Es gibt drei Arten von Daemmen die an den Kanaelen konstruiert werden. Die groessten sind die permanenten Daemme die nicht fuer die schmalen Kanaele sondern kleinen Fluesse verwendet werden und eine Breite von bis zu vier Metern erreichen. Sie werden so gebaut, dass auch die schmalen Boote der Einheimischen durch den Damm gefuehrt werden koennen, und die Kanaele weiterhin befahrbar sind. Auf den Oberseiten dieser Daemme werden kleine Buesche gepflanzt um das Verwachsen des Damms mit der Natur zu beschleunigen. Die naechst kleineren Daemme bestehen lediglich aus zwei Reihen schmaler Holzpfaehle, zwischen die eine dichte Schicht Erde gefuellt wird. Sie werden kanalaufwaerts, oberhalb der grossen Daemme gebaut. Die letzte und einfachste Art der Daemme, wird nah am oberen Ende des Kanals verwendet. Sie besteht aus nur einer Reihe Holzstaemmen, vor denen sich im Laufe der Zeit Blaetter ansammeln, die so das Wasser stauen. All diese Daemme werden bewusst so gebaut, dass sie ab einem gewissen Wasserpegel ueberflutet werden. So wird das Einwandern von Fischen ermoeglicht und gleichzeitig der Damm nicht ueberbelastet. Sinkt der Wasserpegel irgendwann wieder, haben die Fische ein abgegrenztes Biotop und der Kanal bewahrt seine Feuchtigkeit.</p>
<p>Daemme koennen grundsaetzlich zu jeder Jahreszeit gebaut werden, wobei es in der Trockenzeit ein klein wenig besser ist, denn dann laeuft das Bauen anders als in der Regenzeit. Dadurch, dass kein schwarzes Wasser im Kanal ist sieht man genau wo man arbeitet. Im Gegenzug dazu ist der Boden haerter und laesst sich schwerer bearbeiten. Es ist heiss, so dass ordentlich geschwitzt wird und es gibt leider nichts wo man sich richtig abkuehlen koennte. Wer in der Regenzeit einen Damm baut, muss mit anderen Erschwernissen kaempfen: da man im Kanalwasser steht (teilweise komplett bis zu den Schultern) dauert alles laenger weil alle Bewegungen sehr schwerfaellig werden. Auch weiss man nie, wo man als naechstes hintritt und ob dort schon der naechsten spitze Ast aus dem Flussbett ragt. Und die Tatsache das Netzpythons und Warane Fleischfresser sind die vor allem im Wasser jagen sorgt fuer den restlichen Thrill. Vorteile hat es aber auch: das Peatwater, das sich ab 50 cm Tiefe langsam vom Rotbraun in ein tiefes Schwarz verwandelt, erfrischt, kuehlt ab, und mindert die sonst teilweise unertraeglich scheinende Hitze. Der Boden ist viel weicher, so dass sich die Balken einfacher in der Erde versenken lassen. Und Moskitos tun sich schwer einen zu stechen, wenn das meiste im Wasser steht.</p>
<p>Wie auch immer. Es ist eine lustige, wenn auch sehr anstrengende Erfahrung so durchs Wasser zu waten und etwas zu bauen. Es scheint erstmal nicht moeglich, in der Regenzeit im schwarzen Wasser zu arbeiten, aber nach einer Weile merkt man, dass nichts unmoeglich ist. Mit den richtigen Schuhen, Ausdauer und vor allem Offenheit fuer das, was man sich nicht hat vorstellen koennen, geht das Arbeiten dann doch! Was fuer mich ganz die indonesische Grundeinstellung widerspiegelt: die Menschen hier kommen selbst mit den scheinbar schlechtesten Umstaenden zurecht. Wo ich aufgrund der Unmoeglichkeit der Arbeitsumsstaende erst mal aufgeben will, gibts in Indoland nur ein Lachen und entspanntes Schulterzucken.</p>
<p>Schliesslich, nach ein paar anstrengenden Stunden mit vielen Zigarettenpausen und Rumgealber, steht ein Damm und bremst das Wasser ab. Mit der Zeit wird er dicker werden, wenn sich Erde, Aeste und Blaetter davor sammeln und ihn mehr und mehr abdichten. Und irgendwann wird er ueberwachsen mit Pflanzen und Pilzen, wie eine natuerliche Barriere das Wasser im Sumpf halten, ihn vor Austrocknung und Feuer bewahren sowie die Oxidation des Torfes runterfahren.</p>
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		<title>Das Klimaschutzprojekt von Krombacher – Ground Check</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 14:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin M.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der ersten Phase, in der die Communities angesprochen und ueberzeugt werden, folgt im naechsten Schritt der Ground Check. Wie bereits beschrieben bekommt das WWF Team von den Locals vor Ort die ersten Infos ueber Kanaele, wie haeufig sie genutzt werden, wo sie genau sind und wie tief sie sich in das Gebiet ausbreiten. Mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der ersten Phase, in der die Communities angesprochen und ueberzeugt werden, folgt im naechsten Schritt der Ground Check. Wie bereits beschrieben bekommt das WWF Team von den Locals vor Ort die ersten Infos ueber Kanaele, wie haeufig sie genutzt werden, wo sie genau sind und wie tief sie sich in das Gebiet ausbreiten. Mit diesen Infos beginnt das sogenannte „Ground Truthing“: die jeweiligen Kanaele werden vom Team abgefahren und die zugehoerigen Informationen mit GPS, Zollstaeben und Sonar nachgeprueft und vervollstaendigt. So entsteht eine Karte von den Kanaelen im Projektgebiet – die dann auch mit den Informationen aus den Satellitenbildern abgeglichen werden kann. Viele von diesen Kanaele sind schmaler und flacher als ein Meter. Aber sie reichen um den Torfschwammboden auszutrocknen und ihn in einen knochenharten Untergrund zu verwandeln. Um den Groundcheck durchfuehren zu koennen muss das Team meistens vom „Speedboat“ (Einfach oder Mehrfachaussenborder) in ein „Klotok“ oder „Ces“ umsteigen. Die Klotoks sind die schmalen Boote der Einheimischen, und eigentlich Kanus die von einem meist uralten kleinen Innenbordmotor angetrieben werden. Sie sind erheblich langsamer. Sie werden meist fuer groessere Personentransporte oder auch von Haendlern zum Warenverkehr an den entlegenen Fluessen genutzt. Die Ces sind noch kuerzer und und bieten meist Platz fuer bis zu vier Personen (siehe Boot oben). Durch den schlanken Schnitt der Boote koennen sie auch die engen Kanaele noch hochtuckern und so den Zugang ins Innere der nahezu undurchdringlichen Moore ermoeglichen.</p>
<p>Mit den schmaleren Booten geht es dann den Kanal so weit hinauf wie moeglich. Dabei muss das Mandau Schwert (Machete) immer griffbereit sein. Nicht um wilde Tiere abzuwehren, sondern um nicht von den Wiederhaken der Rasau- oder den Dornen der Rattanpflanzen maltraetiert zu werden, die das Vorwaertskommen extrem schwierig machen. Deren Dornen/Widerhaken sind tueckisch und tun richtig weh. Je weiter das Boot den Kanal hoch faehrt, desto schwieriger wird es, insbesondere wenn dieser schon lange nicht mehr genutzt wurde. Hier ist man umgeben von dichtem Gruen und Braun, es fuehlt sich an wie ein riesiges Labyrinth: Einsam und mit sehr kurzer Sichtweite. Wenn es dann irgendwann nicht mehr mit dem Boot weitergeht, steigt man aus und watet zu Fuss durch das rotbraune Peatwater. Es ist erfrischend sich die Fuesse so abzukuehlen solange man nicht das Pech hat in einem Loch bis zum Oberschenkel zu versinken. Dann irgendwann erreicht man das Ende des Kanals. Die GPS Daten werden gespeichert und die Werte fuer Breiten- und Laengengrade in das Tabellenblatt eingetragen. Auf diese Weise wurden im Rasau Gebiet an der Ostseite des Nationalparks im vergangenen Jahr insgesamt 74 km in 21 Hauptkanaelen und 29 Seitenkanaelen identifiziert und anschliessend geblockt. Dann geht es wieder zum Boot, ein Stueckchen rueckwaerts fahren, wenden, an Pflanzen, Pilzen, gelegentlichen Waldfroeschen und seltsamsten Insekten vorbei. Als man wieder aus dem Dickicht rauskommt, tut das ploetzliche Licht richtig gut. So werden nacheinander Kanaele ausgewaehlt und Seitenarm fuer Seitenarm abgearbeitet, bis das komplette Kanalnetzwerk kartographiert werden kann.</p>
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