Die Bevölkerung in Sebangau

Die Bevölkerung in Sebangau

Im Gebiet des 2004 gegründeten Sebangau-Nationalparks liegen heute 41 Siedlungen, die von den Dayaks, einer indigenen Bevölkerungsgruppe, bewohnt werden.

Daneben gibt es noch eine große Gruppe von Javanesen, die ursprünglich einmal als Holzfäller in den Regenwäldern Zentral-Kalimantans gearbeitet haben. Diese Einnahmequelle ist jedoch mit der Einrichtung des Nationalparks komplett weggefallen.

Die Bevölkerung verdient ihren Lebensunterhalt hauptsächlich mit Fischfang oder als Farmer. Viele sammeln Naturkautschuk, Heilpflanzen oder Früchte. In jedem Fall aber sind sie alle in irgendeiner Form vom Regenwald abhängig. Und genau hier setzen die Programme an, um der Bevölkerung dauerhaft ein Einkommen und eine Selbstversorgung zu ermöglichen.

Ökotourismus

Ein wichtiger Punkt ist dabei die Entwicklung von Ökotourismus-Programmen. Dadurch sollen Touristen in den Sebangau-Nationalpark gelockt werden. Insbesondere die Beobachtung der Orang-Utans spielt hier eine große Rolle. Eigens zu diesem Zweck hat der WWF in Punggu Alas bereits eine Beobachtungsstation errichten können.

Landwirtschaft, Aufforstung & Feuerbekämpfung

Nachhaltige Landwirtschaft ist ein weiterer Baustein des Programms. Es sind spezielle Anpflanzungsprojekte gestartet worden, die der einheimischen Bevölkerung zukünftig die Selbstversorgung ermöglichen soll. Die Bereitstellung von Samen und Keimlingen sowie die Beratung bei Anbau und Pflege der Pflanzungen sind wesentliche Bestandteile des Programms. Zudem wurden Verdienstmöglichkeiten bei der Aufforstung des Torfmoorwaldes und bei der Waldbrandbekämpfung geschaffen.

Fischerei und Dammbau

Neben der Landwirtschaft ist die Fischerei von großer Bedeutung. Sie ist umweltfreundlich und bietet ein zusätzliches Einkommen. Den einheimischen Gemeinschaften werden durch Schulungsmaßnahmen die Grundlagen der Fischzucht beigebracht. Dies soll mittelfristig ebenfalls zu einer größeren Selbständigkeit der einheimischen Bevölkerung beitragen. Weiterhin profitieren die Bewohner der umliegenden Dörfer von zusätzlichen Verdiensten beim höchst wichtigen Dammbau im Nationalpark.