Fragen & Antworten

Fragen & Antworten zum Krombacher
Klimaschutz-Projekt im Nationalpark Sebangau

Globaler Klimaschutz auf Borneo? Torfmoorwald im Sebangau-Nationalpark? Ja, genau. Antworten auf die häufigsten Fragen und warum uns das alle angeht, erfahren Sie in den folgenden FAQ.

Fragen zu unserem Kooperationspartner

Warum arbeiten wir mit dem WWF zusammen?

Nachdem der WWF und die Krombacher Brauerei bereits seit 2002 gemeinsam erfolgreich für den Schutz des Regenwaldes in Zentral-Afrika angetreten sind, geht die Zusammenarbeit der beiden Partner mit dem Klimaschutz-Projekt seit 2011 in ein neues Stadium.

  • Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten und erfahrnsten Naturschutzorganisationen der Welt.
  • Der WWF will die weltweite Zerstörung der Natur und Umwelt stoppen, die Biodiversität bewahren, Lebensräume schützen und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben.
  • Der WWf verfügt über ein globales Netzwerk und ist in mehr als 100 Ländern der Erde aktiv. Rund um den Globus führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über 1300 Projekte zur Bewahrung der biologischen Vielfalt durch.
  • Weltweit hat der WWF rund 5 Millionen Förderer.

Wie unterstützt das Krombacher Klimaschutz- Projekt den WWF beim Schutz des Klimas?

  • Gemeinsam mit dem WWF Deutschland startete die Krombacher Brauerei Anfang Juni 2011 offiziell das Krombacher Klimaschutz- Projekt. Dabei ging es um die Wiederherstellung des Wasserhaushaltes von Torfmooren und deren Einzugsgebieten im indonesichen Teil von Borneo. Dadurch soll großflächig dauerhaft Kohlenstoff gebunden, der schädliche Ausstoß von Treibhausgasen verhindert und das Risiko für Wald- und Torfbrände reduziert werden.
  • Zur Durchführung des Projektes stellt die Krombacher Brauerei dem WWF Deutschland Mittel in Höhe von 2 Mio. Euro zur Verfügung. Das Budget wird im Rahmen eines Öko-Sponsoring-Vertrages an den WWF überwiesen.
  • Ziel: Wiederherstellung der Wasserhaushalte wichtiger Mooreinzugsgebiete im Sebangau Nationalpark im Umfang von insgesamt ca. 176.000 Hektar.

Warum hält der WWF gerade den Sebangau- Nationalpark auf Borneo für besonders schützenswert?

  • 2004 wurde in Südborneo der Sebangau-Nationalpark mit einer Größe von rund 568.000 Hektar gegründet. Hier gibt es auf einer Breite von 70 km die größten Torfmoore der Welt mit einer Mächtigkeit von bis zu 12 Metern. Infolge jahrzehntelanger kommerzieller und illegaler Abholzung tropischer Torfmoorwälder kommt es zu einer Kohlendioxid- Freisetzung in riesigen Maßstab. Dadurch wurde Indonesien zum drittgröten Emittenten von Treibhausgasen.

Wie lange läuft das Krombacher Klimaschutz- Projekt?

Langfristig angelegtes Projekt

Das Klimaschutz- Projekt selbst ist als langfristige Kooperation angelegt. Es wird mehrere Jahre dauern, bis alle geplanten Maßnahmen durchgeführt worden sind. Darüber hinaus wird Krombacher gemeinsam mit dem WWF einen Fond für Instandhaltung und Reperatur der Dämme auflegen, so dass die Stabilisierung des Wasserhaushaltes des Gebietes für mindestens 30 Jahre gewährleistet ist. In dem Gesamtbudget von 2 Mio. Euro ist eigens ein Fond von 300.000 Euro für diese Zwecke eingeplant.

Was ist der Lösungsansatz?

Zum Transport des gefällten Regenwaldholzes wurden weit verzweigte Kanalsysteme im Gebiet des jetzigen Nationalparks gebaut. Abholzung und Kanäle verursachen die Absenkung des Grundwasserspiegels und damit die Freisetzung von Treibhausgasen.

Gemeinsam mit dem WWF will die Krombacher Brauerei dafür sorgen, durch eine großangelegte Wiederherstellung des Wasserhaushaltes des Territoriums die Freisetzung von Kohlenstoff bzw. Kohlendioxid zu verhindern.

Dies gelingt mit dem Bau von Dämmen. Hydrologische Gutachten helfen dabei, die Anzahl und die Größe der Dämme zu definieren. Es soll eine Fläche von insgesamt ca. 176.000 Hektar im Sebangau- Nationalpark von den Maßnahmen zur Wiederherstellung des Wasserhaushaltes profitieren.

Wieviel CO2 wird vermieden?

Die Berechnungsmethoden dazu unterscheiden sich. Konservative Rechenmodelle berücksichtigen lediglich die CO2- Reduktion durch die Vermeidung der Zersetzung von Torfkörpern. Die Entwässerung führt jedoch zu Folgeeffekten, so sterben Bäume bei sinkendem Wasserspiegel ab und ausgetrockneter Torf ist in der Trockenezeit schnell enmtflammbar. Sowohl das Absterben der Bäume als auch die Brände verursachen große Mengen an Kohlenstoffemissionen. Basierend auf Daten des – Weltklimarates IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), werden bis zu 73,3 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr bei der Trockenlegung, Abholzung und Kultivierung bisher unberührter tropischer Torfmoorwälder freigesetzt (IPCC, 2006).1

Ist gewährleistet, dass die Spende der Krombacher Brauerei auch da ankommt, wo sie gebraucht wird?

Ja, dies wird durch den WWF gewährleistet.

Der Verwednungszweck der Spende- Die Wiederherstellung des Wasserhaushaltes der Torfmoore im Sebangau- Nationalpark- sowie die daraus resultierenden Maßnahmen- wurden durch den WWF definiert und festgelegt.

Der WWF hat sich dabei seit Jahren in den unterschiedlichsten Projekten (Krombacher Regenwald- Projekt, Krombacher Spendenoffensive, etc.) als vertrauensvoller Partner erwiesen.

Wie wird die Transparenz gesichert? Wie kann sich der Verbraucher über die Verwendung der Gelder informieren?

Auf die Transparenz des Projektes legen die Krombacher Brauerei und der WWF großen Wert. Die Verbraucher sollen genau wissen, wie und wofür die Spende des Krombacher Klimaschutz Projekts verwendet wird.

Deshalb sind in allen Unterlagen zum Projekt Hinweise zur Verwendung der Spende zu finden.

Darüber hinaus werden Journalisten vor Ort im Sebangau Nationalpark über die Maßnahme zur Wiedervernässung der Torfmoore berichten.

Des weiteren gibt es ausführliche Presse Informationen sowie eine Darstellung aller Aktivitäten und Maßnahmen auf der Homepage der Krombacher Brauerei.

Der WWF dokumentiert gegenüber Krombacher regelmäßig das Budget, die Umsetzung der Projektschritte sowie den Grad der Zielerreichung.

Der WWF hat den TÜV Süd als dritte, unabhängige Instanz beauftragt, die quantifizierbare Klimawirkung zu untersuchen und zu bewerten. In einem aufwändigen Verfahren über mehrere Stufen wurde das Projekt durch den TÜV Süd geprüft und unter den Kohlenstoffstandards VCS (Verified Carbon Standard) und CCBS (Climate, Community and Biodiversity Standard) erfolgreich validiert. Das Projekt wurde unter dem CCBS mit dem sogenannten Goldlevel ausgezeichnet, da es einen außerordentlichen Beitrag für den Erhalt der Biodiversität leistet.

Im Verlauf werden alle fünf Jahre Klimawirkung und Auswirkung auf die Artenvielfalt durch eine externe Institution untersucht.

Was geschieht nach der Wiederherstellung des Wasserhaushaltes?

Nach der erfolgten Wiederherstellung des Wasserhaushaltes werden Teile besonders degradierter Flächen des Projektgebietes wiederaufgeforstet. Diese dem Ökosystem angepasste Lückenaufforstung soll mit Futterpflanzen für die Orang Utans und mit Pflanzen erfolgen, die außerdem einen Nutzen für die Dorfgemeinschaften haben (z.B. Gummibäume). Insgesamt werden im Rahmen dieses Wiederaufforstungsprogramms 100.000 Setzlinge gepflanzt. Diese Anpflanzungen werden kontinuierlich kontrolliert, eventuell nicht angegangene Setzlinge werden ersetzt. Dieses Programm hat positive Auswirkungen auf die Artenvielfalt des Nationalparks, weit über das eigentliche Projektgebiet hinaus. Die Lebensgrundlage der Orang-Utan Population wird deutlich verbessert.

Wie profitiert die Bevölkerung von dem Projekt?

Die Bewohner der umliegenden Dörfer profitieren von zusätzlichen Verdiensten beim Dammbau, den Aufforstungsarbeiten, bei der Pflanzung von Nutzbaumarten sowie durch die Arbeit bei der Feuerbekämpfung.

Passt das Klimaschutz-Projekt zum Engagement der Krombacher Brauerei in der Formel 1?

Das Engagement der Krombacher Brauerei in der Formel 1 ist keine direkte Werbung, sondern eine Spezialform der Öffentlichkeitsarbeit: Wir präsentieren den Sendeplatz — sprich: die Formel 1 auf RTL.

Wir sind ein bekannter Markenartikler und müssen sehen, wo wir unsere Zielgruppen und unser Publikum erreichen. Da die Formel 1 eine der beliebtesten TV-Sportarten ist, engagieren wir uns dort.

Wäre es nicht ehrlicher, den großen Media-Etat gleich zu spenden?

Wenn das Krombacher Klimaschutz-Projekt abgeschlossen ist, wird die Krombacher Brauerei über 10 Mio. Euro in soziale und Umweltprojekte gegeben haben. Dies ist ein Engagement, das auch in Zukunft fortgesetzt werden soll.

Nichtsdestotrotz ist ein Markenartikel-Unternehmen wie Krombacher auf Werbung für seine Produkte angewiesen, denn nur so kann man im Wettbewerb am Markt bestehen.

Nur ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen kann sich dauerhaft um soziale Themen und Natur- und Umweltschutzprojekte kümmern.

Für Fans & Freunde der Krombacher Brauerei besteht auch eine direkte Spendenmöglichkeit an das Krombacher Klimaschutz-Projekt.

Spendenkonto „Krombacher Klimaschutzprojekt“
Kontonummer: 8098730
Bank: Bank für Sozialwirtschaft Mainz
BLZ: 550 205 00
IBAN: DE42550205000008098730
BIC:BFSWDE33MNZ

Alternativ zu einer Bank-Überweisung können Sie das Projekt auch per SMS unterstützen. Hilfen Sie jetzt mit und senden Sie “Moor” an die 81190. Eine SMS kostet 5 Euro, davon gehen 4,83 Euro direkt an den WWF zzgl. der Kosten für SMS und WAP/GPRS gemäß dem Provider.

Jahrelang hat man den Regenwald in Afrika geschützt? Ist dieses Engagement jetzt überholt?

Beide Projekte — das Klimaschutz-Projekt und das Regenwald-Projekt ergänzen sich und haben das gleiche Ziel: einen nachhaltigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten.

Das Regenwald-Projekt der Krombacher Brauerei geht selbstverständlich weiter! Seit 2002 engagiert sich die Krombacher Brauerei gemeinsam mit dem WWF Deutschland für den Schutz des Regenwaldes in Zentralafrika. Der nachhaltige Schutz des Regenwaldes in Dzanga Sangha ist und bleibt das erklärte Ziel des Krombacher Regenwald-Projektes.

Insgesamt hat die Aktion in den Jahren 2002, 2003, 2004, 2006 und 2008 mit Unterstützung von Günther Jauch und anderen Prominenten für großes Aufsehen gesorgt und das Anliegen des Naturschutzes in der Öffentlichkeit breit und nachhaltig gefördert.

Um den Erfolg des Krombacher Regenwald-Projektes langfristig abzusichern, haben der WWF und die Krombacher Brauerei die so genannte Regenwald-Stiftung ins Leben gerufen.

Die Stiftung befindet sich in treuhänderischer Verwaltung des WWF. Sie stellt aus den Erträgen der Vermögensverwaltung sowie den Finanzierungsanstrengungen von Krombacher jährlich mindestens 150.000 Euro für die Kernaufgaben (Waldschutz, Wildtierschutz, Gorilla-Artenschutz) zur Verfügung. Das Stiftungskapital beträgt 3,7 Millionen Euro.

Ist das Klimaschutz-Projekt nicht eine erneute Werbemaßnahme, die einen guten Zweck aufgreift und am Ende nur mehr Bier verkaufen will?

Krombacher verzichtet bewusst auf die Mechanik „1 Kasten = 1 m²“. Der Einsatz für eine gute Sache wird somit nicht an den Kauf eines Produktes angebunden.

Mit dem Regenwald-Projekt, das Krombacher seit 2002 unterstützt, hat man viel erreicht. In der Regenwald-Stiftung befinden sich 3,7 Mio Euro. 97.000.000 m² Regenwald werden dauerhaft geschützt. Dass WWF und Krombacher das Klimaschutz-Projekt in Indonesien ins Leben gerufen haben, zeigt die Kontinuität und die Ernsthaftigkeit des Handelns.

Ökonomie und Ökologie stellen somit keinen Gegensatz dar.

Fragen zu Klimaschutz und Krombacher

Bei den Produkten der Krombacher Brauerei handelt es sich um echte Naturprodukte, die aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden. Eine umweltschonende Herstellung sowie eine andauernde Anpassung an neueste umweltschonende Technologien und Recycling-Möglichkeiten ist seit jeher eine Maxime des Hauses Krombacher.

Die Krombacher Brauerei wirbt seit jeher mit der Natur; es ist daher eine besondere Verantwortung und Pflicht, etwas für den Naturschutz zu tun. Von daher ist es nur zu begrüßen, wenn sich Wirtschaftsunternehmen wie die Krombacher Brauerei zu ihrer Verantwortung bekennen.

Die Krombacher Brauerei hat darüber hinaus ein umfangreiches Programm aufgelegt, mit dem auch intern Treibhausgas-Emissionen vermieden bzw. reduziert werden sollen:

  • Überzeugende Mehrweg-Quote von 98%
  • Recyling-Quote von 98,1%
  • hohe Energie- und Wassereffizienz
  • Energieeinsparprogramme

Was macht die Krombacher Brauerei intern für den Klimaschutz?

  • Die Strategie der Krombacher Brauerei, zukünftig Treibhausgas-Emissionen zu vermeiden, beruht auf einem Drei-Stufen-Modell.
  • Hebung von Einsparpotenzialen & technische Innovation
  • Einstieg in regenerative Energien
  • Kompensation/Offsetting
  • In der ersten Stufe kümmert man sich um die internen Prozesse. Durch technische Innovation und die Hebung von Einsparpotenzialen bei den brauereiinternen Prozessen kann in der ersten Stufe der CO2-Ausstoß verringert werden.
  • In der zweiten Stufe können durch die zukünftige Nutzung von regenerativen Energien CO2-Emissionen von vornherein vermieden werden.
  • In einer dritten Stufe können durch geeignete Kompensations- und Offsettingmaßnahmen weitere Treibhausgas-Emissionen verhindert werden.

 

 

IPCC 2016: Annual emission factor for tropical cultivated organic soil = 20 t C/ha/a/ = 73,3 t CO2/ha/a (Table 5.6 http://www.ipcc-nggip.iges.or.jp/public/2006gl/pdf/4_Volume4/V4_05_Ch5_Cropland.pdf)