Rüthnicker Heide

Mit gutem Beispiel voran:
Moorschutz auch in Brandenburg

Natürlich engagieren wir uns weiterhin in Deutschland. Gemeinsam mit der DBU Naturerbe GmbH, einer Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, haben wir ein Renaturierungsprojekt in der Rüthnicker Heide ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, Moorflächen wieder zu vernässen, um den Moorwasserhaushalt dauerhaft wiederherzustellen. Die verschiedenen Maßnahmen haben nicht nur positive Auswirkungen auf den Wasserhaushalt des Gebietes, sie tragen auch dazu bei, die Artenvielfalt in der Region zu bewahren und zu fördern.

Nachdem man sich in der Vergangenheit wiederholt bei Wiederaufforstungsmaßnahmen in der unmittelbaren Heimatregion (Bergisches Land, Sauerland, Siegerland) engagiert hatte, wird man nun gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Maßnahmen zur Renaturierung der Rüthnicker Heide in der Nähe von Neuruppin ergreifen.

Ähnlich wie bei dem Klimaschutz-Projekt auf Borneo, geht es auch hier um die Wiedervernässung von Moorflächen, um so dauerhaft den Moorwasserhaushalt wiederherzustellen. Damit werden langfristig wassergesättigte Moorflächen geschaffen.

Unter dem Aspekt der Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen sind die Flächen im Rüthnicker Moor (3.955 ha), da sie keinen Größenvergleich mit den riesigen Territorien des Krombacher Klimaschutz-Projektes auf Borneo aushalten, zu vernachlässigen. Diese Maßnahmen haben jedoch positive Auswirkungen auf den Wasserhaushalt des Gebietes und sind von großer Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt in dieser Region. So wird der Lebensraum einer ganzen Reihe seltener Arten (See- und Fischadler, Graureiher, Fledermäuse, etc.) geschützt.

Die Maßnahmen sind bereits im Jahr 2010 angelaufen. Umfangreiche Arbeiten — insbesondere die Verfüllung von Grabensystemen, die einst zur Trockenlegung der Moore durch das Gebiet gezogen wurden – stehen für das Jahr 2011 an. Gemeinsam mit den ortsansässigen Forstbehörden ist geplant, dieses Schutzgebiet auf bestimmten freigegebenen Wegen zugänglich zu machen, um dort die Öffentlichkeit über die Wirksamkeit von Wiedervernässungs- und Renaturierungsmaßnahmen zu informieren.